DiP(f)A

Digitale Pflege(fach)assistenz

Projektformat: Praxissprint

Laufzeit: 01.03.2026 – 30.11.2027

DiPfA Kick Off am Stettiner Haff

Das Communityprojekt DiPfA erforscht, wie KI‑gestützte Ersteinschätzung und asynchrone ärztliche Befundung die Pflegekräfte in ländlichen Regionen spürbar entlasten können. Im Mittelpunkt steht die Reduktion von Kommunikationsaufwänden, Symptomabklärungen und Dokumentationslasten. Spezialisierte Pflegefachkräfte werden ausgebildet, um zertifizierte digitale Assistenzsysteme einzusetzen und Vitaldaten leitliniengerecht zu erfassen. Innovativ ist die Kombination aus KI‑gestützter Früherkennung, delegierbaren Entscheidungskompetenzen und TI‑basierter Datenübertragung in realen Versorgungsszenarien. Die erfassten Daten werden direkt an Arztinformationssysteme übermittelt, um schnelle Entscheidungen zu ermöglichen. Gleichzeitig wird untersucht, wie sich diese neuen Rollen und Prozesse auf Pflegequalität und Versorgungssicherheit auswirken. Ziel ist es, vermeidbare Eskalationen, Transporte und Einweisungen frühzeitig zu verhindern. Die Datenintegration in Pflegedokumentationssysteme wird pilothaft getestet, um Potenziale zur Aufwandsreduktion sichtbar zu machen. Die wissenschaftliche Evaluation analysiert Entlastungseffekte, Qualitätsgewinne und Auswirkungen auf Praxisteams. Die Ergebnisse fließen in den DiPfA Handlungsleitfaden ein und schaffen einen skalierbaren Innovationspfad für KI‑gestützte Pflegeprozesse.

Bedeutung für unsere Community

Der DiPfA‑Praxis‑Sprint stärkt die Community Innovative Pflege, indem er KI‑gestützte Ersteinschätzung erstmals systematisch in die Versorgungspraxis ländlicher Regionen überführt. Er erschließt neue Anwendungsmöglichkeiten für bestehende Forschungsergebnisse, etabliert innovative Kooperationsformate zwischen Pflege und Medizin und liefert EHDS‑konforme Versorgungsdaten für die Pflegedatenbasis. Damit schafft das Projekt einen skalierbaren, gemeinwohlorientierten Innovationspfad zur Entlastung von Pflegekräften und zur Verbesserung der Pflegequalität.

Praxis- und Forschungspartner

Wissenschaftspartner:
Das Data Science Institute (DSI) verantwortet die wissenschaftliche Begleitung und überführt die Ergebnisse in den DiPfA Handlungsleitfaden und die CIP – Pflegedatenbasis. Das DSI koordiniert die Zusammenarbeit aller Partner und schafft eine belastbare Evidenzgrundlage für innovative, datengetriebene Pflegeprozesse.

Praxispartner:
HaffNet Management GmbH ermöglicht die praktische Umsetzung des DiPFA‑Konzepts, indem es spezialisierte Pflegefachkräfte anstellt, mehrere Pflegeeinrichtungen und deren versorgende Praxen einbindet und alle rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die Integration in den Pflege- und Praxisalltag schafft. Durch die 12‑monatige Erprobung im Versorgungsalltag leistet HaffNet einen zentralen Beitrag zur Einführung innovativer, KI gestützter und delegationsbasierter Pflegeprozesse.

Weitere Partner und Akteure

Die Digitale Facharzt- und Gesundheitsversorgungsgesellschaft mbH (DFGVG) stellt die technische Grundlage des Projekts sicher, indem sie DIHVA‑Komponenten bereitstellt, Pflegefachkräfte qualifiziert und TI‑basierte Datenübertragungen zu AIS und PDS realisiert. Sie ermöglicht zudem die rechtskonforme Sekundärnutzung der Versorgungsdaten und stärkt damit datengetriebene Innovationen in der Pflege.

Die Zusammenarbeit ist besonders, weil sie ein sektorübergreifendes Team aus Pflege und Medizin vereint, das in einer sehr ländlichen Region Vorpommerns gemeinsam neue digitale Versorgungswege erprobt. Die hohe Kooperationsbereitschaft, Sichtbarkeit und Technikakzeptanz aller Beteiligten schafft ideale Bedingungen, um innovative, KI‑gestützte Pflegeprozesse realitätsnah zu testen und nachhaltig in die Praxis zu übertragen.