Ganzheitliche Innovationsmethodik für digitale Assistenztechnologien zur Entlastung bei indirekten Pflegetätigkeiten
Projektformat: F&E Projekt
Laufzeit: 01.07.2025 – 30.06.2027
Das Projekt GIDEA widmet sich der systematischen Entlastung von Pflegefachkräften durch die gezielte Identifikation und Integration digitaler Assistenztechnologien für indirekte Pflegetätigkeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung eines dynamischen Kriterienkatalogs sowie einer zentralen Datenbank, die als fundierte Entscheidungshilfe für die Auswahl und Bewertung innovativer Lösungen dienen. Ein wesentliches Merkmal des Vorhabens ist die frühzeitige Einbindung von Pflegepraktikern sowie Leitungspersonen, deren Erfahrungswerte in Fokusgruppen und Experteninterviews erhoben wurden, um die Marktreife und Gebrauchstauglichkeit der Systeme sicherzustellen. Hierzu wurden als aufwendig und belastend wahrgenommene patient*innenferne Pflegetätigkeiten erfragt sowie mögliche technische Lösungen zur Entlastung. Zusätzlich wird eine Mixed-Reality-Umgebung (MR) geschaffen, die es ermöglicht, eine exemplarische Technologie in realitätsnahen Szenarien auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen, bevor sie in den Arbeitsalltag einfließt. Durch diese enge Vernetzung von Forschung, Entwicklung und Praxis wird ein nachhaltiger Wissenstransfer gefördert, der die digitale Transformation der Langzeitpflege prozessorientiert und bedarfsgerecht vorantreibt.
Bedeutung für unsere Community
Das Projekt stärkt die Community Innovative Pflege, indem es Pflegepraxis, Forschung und Entwicklung eng verzahnt, partizipative Technologieentwicklung ermöglicht und mit Kriterienkatalog und MR-Umgebung transparente, praxisnahe Entscheidungsgrundlagen schafft. Es beschleunigt Innovationen und unterstützt skalierbare, verantwortungsvoll entwickelte digitale Assistenzsysteme. Die Katalogisierung der digitalen Assistenzssysteme bietet zukünftig eine Plattform zur Bewertung des Pflegereifegrades von Technologien für die Pflege.
Praxis- und Forschungspartner
Praxispartner:
Der Caritasverband Darmstadt e.V. bringt zentrale Praxisexpertise ein, identifiziert Belastungsfaktoren und Entlastungsbedarfe und wirkt an der Entwicklung von MR-Szenarien sowie eines Katalogs digitaler Assistenztechnologien mit, der anhand definierter Kriterien gefiltert werden kann. Als Praxispartner unterstützt der Verband den partizipativen, praxisnahen und wirtschaftlich tragfähigen Innovationsprozess in der Pflege.
Wissenschaftspartner:
Die Frankfurt University of Applied Science identifiziert praxisnahe Bedarfe für MR‑Anwendungen, entwickelt eine nutzerorientierte MR‑Umgebung, evaluiert diese partizipativ mit der Praxis und leitet Handlungsempfehlungen ab. Durch qualitative Erhebungen, Erprobungen und HCI‑Analysen trägt sie wesentlich zur nachhaltigen Vortestung für die Implementierung entlastender digitaler Assistenzsysteme in der Pflege bei.
Das Fraunhofer IGD entwickelt den digitalen Kriterienkatalog und eine zugängliche Datenbank, die Pflegeeinrichtungen, Entwicklern und Kostenträgern fundierte Technologievergleiche ermöglicht. Durch definierte Bewertungskriterien schafft es Transparenz, identifiziert Technologielücken und unterstützt die nachhaltige Digitalisierung der Pflege.
Die Zusammenarbeit überzeugt durch hohe Motivation, starkes Engagement und große Flexibilität aller Beteiligten. Diese besondere Dynamik ermöglicht schnelle Abstimmungen, fördert kreatives Problemlösen und schafft ein Umfeld, in dem innovative, praxisnahe Ergebnisse effizient entstehen und nachhaltig wirksam werden.


